Reiher

In Palacios' Buch mit 101 Modellen von Antonio Cerceda sind drei enthalten, die mit Reiher bezeichnet werden. Das linke Bild zeigt jene zwei, die einfach Heron genannt werden obwohl der linke eher den Rumpf und der rechte eher den Schwanz eines Kranichs hat.*
Das linke Modell bildet Ausgangspunkt für eine Reihe weiterer Vogelmodelle, wie etwa zwei der drei Papageien, die Hühner, den Fasan, den Flamingo oder den Singvogel. Konkret ist es die rechts gezeigte Faltung, die aus der Vogelbasis** durch Aufklappen der obersten Schicht hervorgeht. Manches Mal werden von der untersten Schicht zwei Teile herausgefaltet, mit Strichlierung angedeutet.
Das rechte Modell zeichnet sich insofern aus, als man nicht von einem quadratischen Papier wie üblich ausgeht, sondern von einem gleichschenklig-rechtwinkligen Dreieck, also einem entlang einer Diagonale durchgeschnittenen Quadrat. Außerdem gefällt mir am rechten Modell, dass für die Beine die Papierrückseite Verwendung findet.

Das rechte Bild zeigt den Silberreiher (White Heron), der eine Variante des Flamingos darstellt, indem lediglich Hals und Beine etwas anders gefaltet werden. Wie bei jenem erfordert die sehr schlanke Faltung dieser Körperteile dünnes Papier, soll das Modell nicht zu groß& werden.

* Cerceda sah selbst die Nähe zu den Kranichen: beim Silberreiher ist eine Variante mit minimalen Änderungen gezeigt, die Crane Variation genannt wird.

** Am Internet leicht unter "Origami Bird Base" zu finden.


Schwierigkeitsgrad: mittel bis hoch, v.a. das Schlankfalten von Hals und Beine ist mühsam.

Quelle: Palacios "101 Models by Cerceda", S.29-30 (links), S.114 (Mitte), S. 45 (rechts).

Material: links: sehr dünnes, silbriges Geschenkpapier, das ich im Wiener Handel fand; Mitte; rechts.